Amalia

Geboren am * 12. März 2023

Amalia schaut durch das Fressgitter im Stall

Amalia kam als letzte im Spätsommer 2026 zu unserer Herde. Dass sie dazugehörte stand für mich aufgrund der besonderen Umstände schon bei ihrer Geburt fest. Sie integrierte sich als freundlicher, aufgeschlossener Teenager schneller als alle anderen und machte schließlich die Glücklichen Sieben komplett.

Mehr zu Amalias Geschichte im Buch
»Die Glücklichen Sieben«

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Das kleine Wunder

Eigentlich dürfte es Amalia gar nicht geben, denn ihre Mutter Amanda wurde auch nach mehrfachem Besamen nicht tragend. Zu guter letzt klappte es dann doch, aber Amanda zeigte leider kein Interesse an ihrem frischgeborenen Kälbchen. Glücklicherweise war ich bei ihrer Geburt dabei. Amalia lag etwas verloren im Stroh, also rubbelte ich sie trocken und gab ihr das erste Fläschchen. In gewisser Weise erfüllte ich für sie die Mutterrolle.

Amalia kam nach ihrem ersten Sommer auf der Weide als tragendes Rind im Herbst zurück auf den Bauernhof. Sie ist mein einziges Tier, dass schon nach dem ersten Kälbchen in Rente ging und nicht, wie sonst auf Milchviehbetrieben üblich, wieder künstlich besamt wurde. So lebte Amalia schon von Geburt an mit besonderen Privilegien und brachte ihr Arbeitsleben als Milchkuh in kürzester Zeit hinter sich.

Optisch sieht man ihr aufgrund ihres schwarz-weißen Fells nicht direkt an, dass sie zur Rotbunten Familie der »von Sylts« gehört und Amandas Tochter ist. Aber Amalia zeigt mit ihrem sanften, aber durchsetzungsfähigen und selbstbewussten Verhalten immer wieder, dass auch sie Teil dieser Familie ist.

Amalia als Kälbchen im Stroh